11. Queer Film Festival Oldenburg – goes Open Air!

21. bis 26. September im Cine k in der Kulturetage

Liebe Kinofreund*innen,

Corona bestimmt leider das Kinoleben. Wir vier Organisierende des Queer Film Festivals Oldenburg treffen uns derzeit fast zweimal wöchentlich – unter uns, mit den Leuten vom Cine k, in Video-konferenzen mit den anderen queeren Filmfestivals. Die Entscheidungen sind jetzt zu fällen, doch wie plant man in Zeiten von Planungsunsicherheit? Was wird sein im Herbst? Rechtzeitig zum Redaktionsschluss der Rosigen Zeiten haben wir nun einen Festivalfahrplan fest-gelegt – und wir hoffen sehr, dass ihr, unser Publikum, uns darin die Treue haltet.

Das QFFOL 2020 wird stattfinden!

Nicht „online“ per Video on Demand auf euren vereinzelten Sofas, sondern als ein sichtbares Event und Möglichkeit zu einer Begegnung innerhalb der Szene, soweit es die Bedingungen dann zulas-sen. Wie immer mitten in der Stadt in Kooperation mit dem Oldenburger Cine k – und doch auch etwas anders als gewohnt, nämlich: vorgezogen auf den 21. – 26. September 2020 weitgehend als Open-Air-Festival im Innen-hof der Kulturetage.

Anfang September wird unser Programmheft ausliegen. Alle Infos – zum Programm, den Zeitabläufen, darüber, wie ihr an die Karten kommt, welche coronabedingten Regelungen dann genau gelten – findet ihr je aktuell unter www.cine-k.de und www.qffolde.

In diesem Jahr erwarten euch voraussichtlich 6 Abendvorstellungen. Wie gewohnt findet ihr die für unseren Publikumspreis nominierten Kurz-filme am Freitag und an den Tagen drumherum eine unterhaltsame, aufrüttelnde, mitreißende Sammlung queerer Spielfilme und Dokumentationen. Eine Auswahl mittellanger Filme quer durch das Spektrum kombinieren wir ebenfalls wieder für eine gemeinsame Aufführung am Mittwochabend.

In Zusammenarbeit mit dem Queer Monday des Cine k präsentieren wir euch am Montag 21.09., als Eröffnungsfilm die Dokumentation „Ufer-frauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR“. Hier-zu wird die Regisseurin Barbara Wallbraun zum Gespräch erwartet. „Uferfrauen“ erhält in diesem Jahr den mit 5.000 Euro dotierten QueerScope-Debütfilmpreis im Zusammenschluss der unab-hängigen queeren Filmfestivals, zu denen auch Oldenburg gehört.Des Weiteren zeigen wir den in Niedersachsen ge-drehten Berlinale Teddy Award – Gewinner „Futur Drei“. Der junge Regisseur Faraz Shariat erzählt in seinem autofiktionalen Coming-of-Age-Film über Parvis, jung, schwul, in der niedersächsi-schen Provinz als Sohn zweier Exil-Iraner*innen aufgewachsen. Parvis Blick auf sein Leben ändert sich, als er – Sozialstunden ableistend – in einer Unterkunft für Geflüchtete Amon kennenlernt, sich anfreundet, verliebt, hofft …

Als Drinnen-Kino in der Halle der Kulturetage bieten wir euch die französische Produktion „Wir Beide“/Deux in deutscher Sprache. Ein älteres lesbisches Paar, welches sein Coming-Out vor den Kindern der einen zum Leidwesen der an-deren seit Jahrzehnten vor sich herschiebt und als vermeintliche Nur-Nachbarinnen Tür an Tür lebt, gerät nach eintretender Pflegebedürftigkeit der einen stark unter Druck. Dramatisch, witzig und grandios gespielt, vor allem auch von Barbara Sukowa (Rosa Luxemburg, Hannah Arendt)!

Der Trans-Film “Neubau” gewann dieses Jahr den “Max Ophüls Preis” und den “Preis für den gesellschaftlich relevanten Film”: Sommer in der Brandenburger Provinz. Trans Mann Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehn-sucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm immer häufiger eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.

Mit der Entscheidung, auch unter Coronabedingungen auf ein „echtes“ Festival zu setzen, optimistisch sogar unsere Schulvorstellungen zu planen, geht es uns derzeit richtig gut!

Dass die Schreiberin dieses Artikels am Morgen in Schneckenschleim auf der Fahrradhandbremse griff, offenbart die derzeit größte (in der Konsequenz dann auch finanzielle) Unwägbarkeit der Open-Air-Lösung – das Wetter. Nach den gegenwärtig geltenden Abstandsregeln können wir bei Regen die Vorführungen in die Halle der Kulturetage verlagern. Wie genau unsere Möglichkeiten in der Umsetzung dann in zwei Monaten aussehen, wird auch von den Erfahrungen bestimmt werden, die das Cine k mit seinem Spielbetrieb im August macht.

Septemberaktuelle Informationen zum 11. Queer Film Festival Oldenburg findet ihr ebenfalls auf den Homepages!

Euer QFFOL-Team

mail@qffol.de

Noch mehr Infos & Kontakt:

www.qffol.de

www.cine-k.de

Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, 26122 Oldenburg,

Tel. 0441-2489646