Anerkennung! Ausstellung ab 11. November

Eine Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg

(OL) pm / roz. Na Und e.V. hat aktiv an einer Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg mitgewirkt. Ab 11. November 2018 ist die Ausstellung „Anerkennung! Von gesellschaftlichen Kämpfen um Teilhabe“ täglich (außer montags) im Museum zu sehen. Die Eröffnung – zu der alle eingeladen sind – ist am 11. November um 11 Uhr. Martin Podszus von Na Und wird auch eine kleine Einführungsrede halten.

>>> Link zur Ausstellung <<<

Die Ausstellung ist etwas ganz Besonderes für das Stadtmuseum. Sie wurde konsequent in Zusammenarbeit mit Gruppen aus der Stadt entwickelt. Der Impuls kam zunächst aus dem Gleichstellungsbüro. Die Frauen dort schlugen vor, im Museum eine Ausstellung zum 100jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts zu machen. Da im Stadtmuseum schon mehrere Frauenthemen erarbeitet worden waren, überlegte sich das Kuratorinnenteam, worum es beim Wahlrecht doch eigentlich geht: Teilhabe natürlich! Und so war die Idee geboren, das Jubiläum des Frauenwahlrechts als Aufhänger zu nehmen und mal nachzufragen, in welchen anderen Bereichen Menschen noch nach 1918 um mehr Teilhaberechte gekämpft haben. So beschäftigt sich die Ausstellung jetzt mit Menschen in Armut, mit Behinderung, und mit Lese- und Schreibschwäche, aber auch mit Menschen ohne deutschen (und europäischen) Pass, die heute immer noch vom Wahlrecht in Deutschland gänzlich ausgeschlossen sind. Dabei wollten die Kuratorinnen aber nicht über und für die Menschen sprechen. Stattdessen haben sie sich Partner in der Stadt gesucht, die in der Ausstellung über ihre Erfahrungen berichten oder künstlerisch eingreifen.

 

Neben Na Und e.V. sind Partner die ABC Selbsthilfegruppe, IBIS e.V., die Gemeinnützigen Werkstätten und die Werkschule, die mit dem Kunstprojekt „unbehaust“ mit verschiedenen Initiativen von wohnungslosen Menschen hier in Oldenburg arbeiten. Es hätten noch viel mehr Gruppen sein können, mit denen die Kuratorinnen hätten arbeiten können. Die Bereitschaft und das Interesse waren groß! Leider sind wie immer der Platz und die Zeit begrenzt, so dass nicht alle berücksichtigt werden können. Das Plenum von Na Und e.V. hat sich mehrmals mit der Ausstellung beschäftigt. Nach einem ersten Besuch durch Frau Dr. Deufel, der leitenden Kuratorin der Ausstellung, entschied sich der Verein, die Ausstellung beratend zu begleiten. Als der sogenannte „Interpretationsplan“ feststand, also das erste Konzept für die Ausstellung, gab das Plenum Rückmeldung, ob das so funktionieren könnte. Dabei gab es weitere Ideen, die dann auch in die Ausstellung aufgenommen wurden. Auch eine Liste von beliebten Szene- Songs wurde weitergeleitet, die man sich nun in der Ausstellung selbst anhören kann. Das Plenum hat dann auch nochmal die Texte für die Ausstellung durchgelesen und Änderungsvorschläge gemacht. Daneben sind nun in der Ausstellung Plakate und Handzettel aus dem Na Und Archiv zu sehen. Auch Banner und Plakate aus dem CSD Nordwest 2018 und – darüber freuen sich die Kuratorinnen sehr – das Banner des ersten Dyke March in Oldenburg werden gezeigt.

 

Die Ausstellung ist bis zum 13. Januar 2019 zu sehen und wird von einem spannenden Rahmenprogramm begleitet, an dem SchLau e.V. ebenfalls mitwirkt. Mehr Infos unter www.stadtmuseumoldenburg.de. Die Ausstellung. Die beiden Kuratorinnen Nicole Deufel und Kristina Gerigk bedanken sich bei allen Teilnehmer_innen und besonders dem Plenum von Na Und e.V. ganz herzlich!

 

nicole deufel

 

Mehr Infos & Kontakt:

Dr. Nicole Deufel

Stadtmuseum Oldenburg

Am Stadtmuseum 4-8, 26121 Oldenburg

Tel. 0441 235-2882

www.stadtmuseum-oldenburg.de

dr.nicole.deufel@stadt-oldenburg.de

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