Arbeitskreis „Queer“ der GEW in Weser-Ems

Ein erstes Treffen des Arbeitskreises „Queer“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Schulbezirk Weser-Ems fand am 21. August statt. Hierzu trafen sich zunächst 6 Kolleg*innen der verschiedenen Schulformen um darüber zu beraten, wie das Ziel einer verbesserten Sichtbarkeit queerer Themen in Schule umgesetzt werden kann.

Als Material einer angeregten Diskussion bot sich der auf Landesebene formulierte Forderungskatalog an. Dieser umfasst:

  • Coming Out von Lehrkräften/ Sichtbarkeit erhöhen: Schulen brauchen ein Klima der Offenheit, in dem vielfältige Lebensweisen sichtbar sind und akzeptiert werden.
  • Forcierung der Themen beim Kultusministerium: das Ministerium muss sich queere Themen deutlich zu eigen machen.
  • Aktionsplan für Niedersachsen: die in anderen Bundesländern längst umgesetzte Praxis der vielfältigen Schule endlich auch in Niedersachsen umzusetzen. Dazu gehört u.a., das Thema in Aus- und Fortbildung und bei den Genehmigungsverfahren neuer Lehrwerke konsequent zu berücksichtigen.
  • Inklusion vollständig denken: Inklusion bedeutet, alle Menschen in den Bildungsbereich aufzunehmen. Unabhängig von individuellen Unterschiedlichkeiten. Nicht gleich, aber gleichberechtigt.
  • Status quo sichern: erkämpfte Rechte müssen gegen rückwärtsgewandte, politische Bestrebungen verteidigt werden.
  • Hochschulen und Studienseminare einbeziehen: Sensibilisierung für queere Lebensweisen muss unabhängig von der Schulform Inhalt der pädagogischen Ausbildung an Hochschulen und in Studienseminaren werden.
  • Ängste bei Eltern abbauen: durch Wissen über queere Lebensweisen sollen mögliche Unsicherheiten und Vorurteile abgebaut werden, die zu Vorbehalten bei Eltern führen können.
  • Unterrichtsmaterialien verbessern: Schulbuchverlage werden aufgefordert, den in den Vorgaben der KC längst verankerten Gedanken der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt konsequent und sachlich angemessen in den Unterrichtsmaterialien umzusetzen.
  • Stellen schaffen: Beauftragte für Diversität an Universitäten, Studienseminaren und im Kultusministerium installieren.
  • Absicherung der politischen Arbeit: der Arbeitskreis Queer braucht ein unabhängiges Budget, das für das kommende Haushaltsjahr in der Gewerkschaft beantragt werden soll. Ziel des AK Queer/ Weser-Ems ist es, diese Forderungen regional voranzutreiben und die Umsetzung kritisch- und kreativ zu begleiten.

Das nächste Treffen ist am Dienstag, den 16. Oktober um 18 Uhr. Alle interessierten Menschen (also auch Nicht-Mitgliedende) aus den Tätigkeitsbereichen Schule, Erziehung und Wissenschaft sind in die Geschäftsstelle der GEW, Staugraben 4a in Oldenburg eingeladen. Eine Anmeldung unter info@gewweserems.de ist wünschenswert.

 frederick | GEW

 

Mehr Infos & Kontakt:

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),

Staugraben 4a, 26122 Oldenburg, Tel. 0441-24013,

www.gewweserems.de

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