Das QFFFOL-Festival trotzt der Corona-Krise

RollenWechsels 2020er lesbisch-schwul-trans*-inter-queeres Kinoevent – ein kleiner Rückblick

Tolle Eröffnung des 11. Queer Film Festivals mit Barbara Wallbraun, die ihre Doku „Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR“ präsentierte.

Von links nach rechts: Marion Fittje (Cine k), Barbara Wallbraun (Regisseurin), Maren Sierach, Stefan Caspers, Susanne Schelinski (alle drei Festival-Team) sowie Marianne Hamm (Moderatorin)

 

Das Wichtigste zuerst: Die queere Community musste dieses Jahr nicht auf ihr Queer Film Fe-stival Oldenburg verzichten – auch wenn wegen Corona einiges anders war. So fanden die meisten Veranstaltungen in der Halle der Kulturetage statt, die Kinobesucher*innen konnten so den Sicherheitsabstand einhalten.

Das Festival-Team stand wegen der immensen Unsicherheiten und labilen Corona-Situation vor mutigen Entscheidungen. Die offensichtlichsten waren die Vorverlegung des Festivals von November in den September und die Halbierung der gezeigten Filme. Der Mut wurde belohnt, denn trotz der „aktuellen Situation” konnten 305 Kinotickets verkauft werden und vier von sechs Veranstaltungen waren ausverkauft! Als Gewinner des mit 600 Euro dotierten und vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg geförderten Publikumspreises „Bester Kurzfilm” ist „Revolvo” von Francy Fabritz hervorgegangen. Darum geht es in dem Film: Zwei lesbische Frauen aus Berlin haben genug vom zunehmenden Rechtsruck in Deutschland und beschließen zu handeln. Sie entführen einen homophoben und ausländerfeindlichen Politiker mit Hundekrawatte und verfrachten ihn zum Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Angebunden an das Denkmal muss er sich die in Endlosschleife laufende Videosequenz sich küssender Frauen- und Männerpaare anschauen. Die queeren Kurzfilme sind dieses Jahr wieder super bei den Kinobesucher*innen angekommen, wie die Gesamtdurchschnittsnote von 2,05 beweist.

Ein weiteres Highlight war das Publikumsgespräch (souverän moderiert von Marianne Hamm) mit Regisseurin Barbara Wallbraun, die ihre Doku „Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR“ beim Festival präsentierte.

stefan| Queer Film Festival Oldenburg

Noch mehr Infos unter:

www.qffol.de

www.cine-k.de

Cine k in der Kulturetage

Bahnhofstr. 11

26122 Oldenburg

Tel. 0441-248964