Neues vom HEMPELS – Neues vom Na Und e.V.

(RoZ) Oldenburg. Bähm! Da war es plötzlich. Das böse, unberechenbare Virus. Und wir alle standen ganz kurz ratlos da. Der Na Und e.V. hat aber schnell geschaltet, noch bevor die Behörden klare Anordnungen gegeben haben, und entschieden: Wir stoppen alle Aktivitäten. Keine Kneipe, keine Parties, keine Treffen. Das war für uns eine gute und richtige Entscheidung und nur wenige Tage später kam auch das offizielle „Aus“. Noch ganz am Anfang dachten wir, ok das geht so nun ein paar Wochen und spätestens im Juni können wir wieder starten. Weit gefehlt.

Kneipe wieder auf – Gruppen finden wieder statt

Seit Anfang Juli ist die HEMPELS Kneipe aber wieder geöffnet. Die Freitagskneipe, die wöchentlich ab 21 Uhr stattfindet, wird wieder gut angenommen. Auch zur ersten Montagskneipe waren unsere Stammgäst_Innen wieder da. Die Frauenkneipe am ersten Donnerstag im Monat ist ebenfalls wieder am Start. Ab 20 Uhr treffen sich dann Frauen jeden Alters. Am 20. September wird auch das Lesbensonntagscafé, dass alle 2 Monate statt findet, geöffnet. Ab 15 Uhr darf wieder Kaffeeklatsch betrieben werden.

Für den Besuch im HEMPELS gelten Hygienevorschriften, die je nach aktueller Lage angepasst werden können. Aktuell sind es der Mund-Nase-Schutz beim Betreten und auf dem Weg zur Toilette, ein Abstand zu andere Gäst_Innen und ausreichendes Lüften. Desinfektionsmittel stehen auf Wunsch bereit. Das Hinterlegen der persönlichen Daten ist weiterhin erforderlich. Gäst_Innen, die mit den Regelungen nicht einverstanden sind, dürfen das HEMPELS leider nicht betreten.

Alle Gruppen des Na Und e.V. sind auch wieder aktiv. Sowohl die Jugendgruppen als auch die Transgruppe treffen sich wieder regelmäßig. Schaut doch mal wieder vorbei!

Auch Außen ist es wieder schön!

Schon länger geplant waren einige handwerkliche Maßnahmen an unserem Zentrum. Viele fleißige Helfer_Innen und insbesondere unser Guido haben in Frühjahr für einen trockenen Keller und den Austausch von Abflussleitungen gesorgt. Eine Fachfirma hat für einen frischen Anstrich und neue Regengossen gesorgt. Nun ist es überall fein trocken. Nachdem überschüssiger Erdaushub, der zwischenzeitlich die gesamte Terrasse belagerte, abgefahren war, konnten Matze und Co. unseren Garten umgestalten. Alle Maßnahmen sind gut gelungen und erfreuen den ganzen Verein. Aktuell kümmern wir uns um eine zukunftsfähige Elektrik im Hause. In einem alten Haus ist einfach immer etwas zu tun.

Rosa Disco und Männerfabrik – Wann dürfen wir wieder tanzen?

Unsere Kneipe ist wieder geöffnet aber wie sieht es mit unseren Parties im Alhambra aus? Indoor-Tanzen ist leider noch immer nicht erlaubt. Daher können Rosa Disco und die Männerfabrik unverändert nicht stattfinden. Wir sind realistisch und gehen nicht davon aus, dass wir in diesem Jahr noch eine Party veranstalten können. Aber wenn doch plötzlich das OK kommt, dann prüfen auch wir, ob wir wieder starten wollen. Denn auch wenn das behördliche Go erteilt wird, so entscheiden all unsere Mitarbeiter_Innen, ob sie bei der Party arbeiten wollen. Einige von uns gehören selber zur Risikogruppe, andere kümmern sich um die alten Eltern und sind daher vorsichtig. Dennoch: Auch wenn wir in der Vergangenheit immer gut gewirtschaftet haben, irgendwann ist auch unser Spargroschen aufgezehrt. Es bleibt also spannend.

Eine Fahrrad-Demo als CSD-Ersatz – Sign the Flag

Corona hat auch den diesjährigen CSD fast ausfallen lassen. Unser Volker hat ein Sign The Flag – eine Unterschriftenaktion auf einer großen Regenbogenflagge – initiiert. Die große unterschriebene Flagge wurde ins Rathaus getragen und auch unser Oberbürgermeister durfte unterzeichnen. Da die Flagge am Rathaus wegen einer offiziellen Beflaggung nicht zum eigentlichen CSD Termin aufgehängt werden konnte, fand die Flagge Platz an unserem Zentrum. Das sah echt stark aus!

Zusammen mit der Homophilias Disco und den Grünen der Stadt Oldenburg hat sich der Na Und e.V. eine coronataugliche Fahrrad-Demo einfallen lassen. Rund 1.000 Fahrradfahrer_Innen sind dem Aufruf gefolgt und haben am CSD Tag auf einer Route rund um die Oldenburger Innenstadt ihre fröhliche Demo abgehalten. Zwar war diese mit rund einer Stunde, einer kleinen Abschlusskundgeben und ohne Rahmenprogramm viel kürzer als sonst, aber nach wochenlanger Tatenlosigkeit war dieser CSD eine Wohltat für alle Teilnehmer_Innen. Zusammen mit den Aktivitäten des CSD Nordwest e.V. war dieser Ersatz-CSD ein sehr gelungener CSD. Die Oldenburger_Innen haben gezeigt: Eine Demo geht auch mit Abstand.

Wir sind übrigens 35

Unseren 35. Geburtstag hätten wir übrigens im Mai feiern können. Mit Blick auf die aktuelle Situation haben wir leider nichts veranstaltet. Wir freuen uns aber mächtig, dass es unseren Verein schon so lange gibt – und noch lange geben wird. Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben den Verein in den vielen Jahren auf ihre Weise gestaltet und mit Fleiß und Ideen vorangebracht. Gut aufgestellt werden wir auch die Corona-Zeit überstehen. Wir machen uns dann mal einen Sekt auf! Prost und bis bald!

ingmar (Na Und)