8. Queer Film Festival Oldenburg

8. Queer Film Festival OldQFF2017enburg

Vom 2. – 6. November im Cine k in der Kulturetage

Wie immer in der ersten Novemberwoche, in diesem Jahr vom 2.- 6.11., präsentiert euch die Kinogruppe RollenWechsel frische Spielfilme und Dokumentationen mit unterschiedlich queeren Inhalten und Schwerpunkten. Spielort ist auch in diesem Jahr das Cine k in der Bahnhofstraße 11. Neben Altbewährtem (wie der gemischten Kurzfilmnacht am Samstag) gibt es noch Junges (wir vergeben durch Unterstützung der Stadt Oldenburg zum zweiten Mal einen mit 600 € dotierten Kurzfilmpreis nach eurer Publikumswahl) und zusätzlich Einzigartiges: denn erstmals wird in einem kleinen Festakt der „Queere Filmpreis Niedersachsen“ verliehen und zwar 2017 hier in Oldenburg. In diesem Jahr hatten wir die Möglichkeit, über 150 internationale Langfilme zu sichten – oft im jeweiligen Original, bei Glück noch mit englischen Untertiteln. Hieraus eine breite LSBTI*-umfassende Auswahl von Spielfilmen und Dokumentationen auf 12 Sendeplätze zu verteilen, das ist eine ziemliche Herausforderung! Für die internationalen Bestellungen kann es hilfreich sein, sich mit 8. Queer Film Festival OldenburgVom 2. – 6. November im Cine k in der Kulturetage den anderen queeren Festivals abzustimmen, auch etwa, falls deutsche Untertitel besorgt oder gar erstellt werden müssen (Wilhelm zum Beispiel hat „Arianna“, unseren diesjährigen Film zu Intersexualität, aus dem italienischen Original übersetzt und untertitelt!). Viele sehenswerte Filme bleiben dennoch unberücksichtigt. Wir zeigen eine Schnittmenge, bei der wir hoffen, dass für alle von euch etwas dabei ist!

Die diesjährige Filmpalette sowie den Ablaufplan unseres 8. Queer Film Festivals findet ihr ausführlich auf den Rosigen Kinoseiten in diesem Heft, einen extra Programmflyer gibt es ebenfalls. Besonders hinweisen möchten wir euch auf den Samstag. Wir hatten über die Filmauswahl schon quasi Einigkeit erzielt, da flatterte uns als Einreichung „HOMØE“ ins Mailpostfach, ein Abschlussfilm Masterstudium Fernsehjournalismus über drei schwule und transgender Geflüchtete in Deutschland. Niedersachsen besitzt seit gut einem Jahr eine Vernetzungsstelle für die Belange von LSBTI*-Geflüchteten, deren Koordinator im Film Stellung nimmt, denn der Film ist von Hannover aus entstanden. Wir zeigen nun am frühen Samstagabend „HOMØE“ mit einem sich anschließenden Publikumsgespräch. Die Menschen für unser Podium stehen zum Zeitpunkt dieses Artikels, Anfang September, noch nicht fest. Aktuelle Infos findet ihr rechtzeitig auf unseren Internetseiten oder bei Facebook. Für euch als den Samstag Besuchende gilt es nach einer kurzen Pause, die Entscheidung zu treffen, zu unseren tollen und breit gefächerten Kurzfilmen zu wechseln oder nah am Thema zu bleiben: Inhaltlich schließt sich der tunesische Film „Upon the Shadow“ von Nada Mezni Hafaiedh an. Die tunesische Dokumentarfilmerin begleitet eine queere Wohn- und auch Freund*innen-Gemeinschaft um die ehemalige Femen-Aktivistin Amina Sboui hautnah in ihrem täglichen Ringen um gesellschaftliche und familiäre Annahme unter gewaltvollen Bedingungen. Die Doku macht nachvollziehbar, wie viel persönlicher Mut und auch Fingerspitzengefühl erforderlich sind, gegen Sexismus, häusliche und sexualisierte Gewalt, Kriminalisierung von Homosexualität und Transfeindlichkeit vom Mikrokosmos der WG – meist notwendiger Schutzraum, manchmal im Erleben Gefängnis – aus aufzubegehren und gesellschaftliche Verbündete zu finden.

Wie oben bereits erwähnt insgesamt neu und einzigartig in diesem Jahr für Oldenburg ist die Auslobung eines „Niedersächsischen Queerfilm Preises“. QNN, das Queere Netzwerk Niedersachsen, setzt damit eine Empfehlung des Berichts „Gemeinsam für Vielfalt* in Niedersachsen“ um. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass sowohl die Filmproduktion als auch die Programmgestaltung der Kinos sich ihrer Verantwortung bewusster werden, die bestehende sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft angemessen abzubilden und die Themen von LSBTI*- Menschen selbstverständlich aufzugreifen. Sechs unserer Programmfilme werden wir einer aus dem queeren Spektrum besetzten niedersächsischen Jury unter auch unserer Beteiligung vorlegen. Und dann sind wir gespannt auf das Ergebnis! Bekanntgeben und feiern werden wir und QNN dieses zusammen mit der Verleihung des Publikumspreises für den besten Kurzfilm bei vielen Gästen, Catering und Programm zum Abschluss des Festivals am frühen Montagabend.

Zu diesem Zeitpunkt blicken wir vier, Stefan, Susanne, Wilhelm und als Honorarkraft seit Mitte August auch Lisa, dann zurück auf viele Monate Vorbereitung und 5 geballte Tage voller Abbildungen queeren Lebens auf und – so ihr denn hoffentlich zahlreich kommt – auch vor der Leinwand. Von heute aus freuen wir uns sehr auf euren Besuch!!!

 

susanne

| post@rollenwechsel.net

Noch mehr Infos unter:

www.queerfilmfestival-oldenburg.de

www.rollenwechsel.net

Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, 26122 Oldenburg

Tel. 0441-2489646, www.cine-k.de

 


 

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