Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV

Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV

(pm) Oldenburg. Weltweit leben etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Am 1. Dezember findet deshalb jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt. Ziel ist es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist – und zu zeigen, dass wir alle respektvoll zusammenleben können! In Deutschland leben rund 86.100 Menschen mit HIV. Dank Medikamenten haben die meisten eine fast normale Lebenserwartung und können ihr Leben gestalten wie andere auch. Wird HIV rechtzeitig festgestellt und behandelt, ist AIDS vermeidbar.

Alle Termine weiter unten im Text!

Seit 1988 wird der Welt-AIDS-Tag jährlich am 1. Dezember begangen. Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern auch wir an diesem zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Tag an HIV und AIDS, und rufen dazu auf, aktiv Menschen zu zeigen. Der Welt-AIDSTag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Deutschland – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist. Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.

Daten & Fakten zu HIV/AIDS

Weltweit leben etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV. Davon sind etwa 1,8 Millionen Kinder. 58,8 % der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Seit Anfang der 80er Jahre bis 2013 haben sich etwa 77,3 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 35,4 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben, 2017 waren es weltweit 940.000 Menschen. Noch immer werden viele Menschen mit HIV aufgrund ihrer Infektion diskriminiert – in der Familie, im Freundeskreis, im Job, in der Freizeit und sogar im Gesundheitswesen. Diskriminierung tut weh – und macht krank. So berichten immer wieder Menschen mit HIV, dass sie aus Angst vor Diskriminierung keine ärztliche Hilfe gesucht haben, obwohl es nötig war. Ausgrenzung behindert aber auch die HIV- und AIDS-Prävention. So kann Angst vor Diskriminierung etwa dazu führen, dass HIV-Testangebote nicht genutzt werden. Statt eine Infektion früh zu behandeln und so die Chance auf ein langes Leben mit HIV zu nutzen, kann HIV dann unbemerkt die Gesundheit schwer schädigen. Unbehandelt bleibt HIV außerdem übertragbar. Mit der Kernbotschaft „Stopp Diskriminierung von Menschen mit HIV“ regt die diesjährige Gemeinschafts-Aktion die Betrachter*innen dazu an, ihre Denk- und Verhaltensweisen gegenüber HIV-Positiven und mögliche Vorurteile aus dem eigenen Kopf zu streichen. Damit Menschen mit und ohne HIV im Alltag ganz entspannt zusammenleben können.

Der Welt-AIDS-Tag 2019 in Oldenburg

Fr, 29.11., 17 Uhr: Lichtergang durch die Innenstadt vom Julius-Mosen-Platz zur Lambertikirche mit Feuersalasamba

Fr, 29.11., 18 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst zum Welt-AIDS-Tag, Lambertikirche, Markt 17 Infostände rund um den Welt-AIDS-Tag:

Sa, 30.11., 23 Uhr: Rosa Disco im Alhambra

So, 01.12., 17 Uhr: Film „50 Jahre nach Stonewall“, 10. Queer Film Festival im Cine k, Kulturetage

Mi, 04.12., 12 Uhr: Campus Haarentor, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

 Di, 17.12.: „Solidarität zeigen und sich informieren“, soziale Hütte auf dem Weihnachtsmarkt

 

karsten wessels | AHO

 

Mehr Infos & Kontakt:

AIDS-Hilfe Oldenburg e.V., Bahnhofstr. 23, 26122 Oldenburg,

Tel. 0441-14500, www.aidshilfe-oldenburg.de

Öffnungszeiten: Di 9-13, Mi 13-15, Do 9-13, Fr 9 -12 + nach Vereinbarung

Spendenkonto bei der LzO: DE77 2805 0100 0018 4080 05 (IBAN)