QNN sucht die „Goldmarien“ 2018

(pm) Hannver. Ehrenamtliches schwules und lesbisches Engagement und zunehmend die Aktivitäten von trans* oder intergeschlechtlichen Menschen sind nach wie vor das Fundament sowohl für die Mehrzahl der Beratungsangebote für LSBTI* als auch politische und kulturelle Veranstaltungen vom CSD bis zur Buchlesung. Auch die niedersächsischen LSBTI*Zentren in Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg sowie die SCHLAU Projekte sind ohne die Ehrenamtlichen nicht denkbar. Das gilt auch, wenn diese Projekte teilweise Stellen einrichten konnten. Zentrale Aufgabe von hauptamtlichen Mitarbeitenden ist dann die Koordination des ehrenamtlichen Engagements.

So bedeutsam das ehrenamtliche Engagement ist, so unsichtbar bleibt es oft. Im Rahmen der Kampagne „SVeN“ kam deshalb die Idee auf, die Menschen hinter dem Ehrenamt sichtbarer zu machen. QNN griff diese Idee auf und so wurde 2014 das Konzept der „Goldmarie – der queere Preis für Fleiß“ entwickelt. Wie im Märchen von Frau Holle werden diejenigen geehrt, die anstehende Aufgaben sehen und hinter den Kulissen oft für viele Jahre dafür sorgen, dass es Angebote für LSBTI* in Niedersachsen gibt. 2014 waren Annie Heger und Christian Hoppe die ersten Preistragenden. Erstere für den CSD in Oldenburg, letzterer für die Gründung und Leitung des Wolfsburger Kreises seit 2002. Übergeben wurde der Preis 2014 von der Niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt. Ihr folgten bis heute jeweils Bürgermeister*innen oder Dezernent*innen aus den Städten, in denen die Preisverleihung stattfand: Meppen, Braunschweig und Olden­burg. Eine wichtige Neuerung seit 2015 ist, dass die Goldmarie auch für die ehrenamtliche Arbeit von und für trans*geschlechtliche Menschen vergeben wird. So erhielt im letzten Jahr Susanne Ratzer aus Wilhelmshaven den Preis für ihren jahr­zehntelangen Einsatz für trans*geschlechtliche Menschen.

2018 sind nun wieder alle eingeladen, Menschen vorzuschlagen, die für ehrenamtliches Engagement mit der Goldmarie geehrt werden sollten.

Gesucht werden Menschen, die z.B.

  • ungeltlich für LSBTI* Beratung anbieten,
  • CSDs oder Kulturwochen für LSBTI* machen,
  • LSBTI*Stammtische organisieren,
  • oder auf anderen Wege dafür sorgten, dass LSBTI* und ihre Themen sichtbar werden.

thomas wilde | QNN

Mehr Infos und Kontakt:

www.q-nn.de/goldmarie

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